Was bedeutet Taufe als Regeneration?



 

Frage: "Was bedeutet Taufe als Regeneration?"

Antwort:
Taufe als Regeneration ist ein Glaube, dass die Taufe eine Notwendigkeit für die Erlösung/Rettung ist oder genauer gesagt, dass die Regeneration nicht geschieht, bis eine Person getauft ist. Die Taufe als Regeneration ist Bestandteil vieler christlicher Konfessionen, wird aber in Kirchen, die der Restoration Movement (eine amerikanische christliche Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts) angehören, am meisten unterstützt, insbesondere die Church of Christ (Gemeinden Christi) und der Internationalen Gemeinden Christi.

Befürworter der Taufe als Regeneration verweisen auf Verse in der Heiligen Schrift wie Markus 16,16, Johannes 3,5, Apostelgeschichte 2,38 und 22,26, Galater 3,27 und 1.Petrus 3,21, um Rückhalt aus der Bibel zu haben. Und zugegeben, diese Verse scheinen darauf hinzudeuten, dass die Taufe für die Erlösung/Rettung erforderlich ist. Allerdings gibt es bibeltreue und im Zusammenhang überprüfte, solide Interpretationen dieser Verse, die eine Taufe als Regeneration nicht unterstützen.

Die Befürworter der Taufe als Regeneration haben typischer Weise eine vierteilige Formel, wie man die Erlösung erhält. Sie sind der Meinung, dass eine Person glauben, bereuen, bekennen und getauft werden muss, um erlöst zu werden. Sie glauben das, weil es Bibelpassagen gibt, die den Anschein erwecken, dass jede dieser Aktionen für die Errettung nötig ist. Beispielsweise bringt Römer 10,9-10 die Erlösung mit Bekenntnis in Verbindung. Apostelgeschichte 2,38 verbindet die Erlösung mit Reue/Buße und Taufe.

Reue und Buße sind biblisch für die Erlösung erforderlich. Sie stellen eine Veränderung der Haltung dar. Die Buße in Beziehung mit der Erlösung verändert unsere Haltung gegenüber der Ablehnung von Christus hin zur Akzeptanz von Christus. Hierbei handelt es sich nicht um zwei getrennte Schritte zum erlösenden Glauben, sondern es ist ein essentieller Aspekt des erlösenden Glaubens. Man kann Jesus nicht als Retter, durch die Gnade des Glaubens, annehmen, ohne seine Einstellung über wer er ist und was er tat zu verändern.

Das Bekenntnis, biblisch verstanden, ist der Ausdruck des Glaubens. Wenn jemand Jesus Christus wirklich als Erlöser angenommen hat, wird er als Resultat seinen Glauben bei anderen verkünden. Wenn sich eine Person für Christus und/oder das Evangelium schämt, ist es recht unwahrscheinlich, dass diese Person die Botschaft des Evangeliums richtig verstanden hat oder die Erlösung erfahren hat, die Christus anbietet.

Die Taufe, biblisch verstanden, ist die Identifikation mit Christus. Die christliche Taufe illustriert des Gläubigen Identifikation mit Christus Tod, Begräbnis und Auferstehung (Römer 6,3-4). Wie mit dem Bekenntnis, wenn eine Person nicht bereit ist, sich taufen zu lassen – sich selbst nicht als erlöst durch Jesus Christus identifizieren zu lassen – ist es sehr wahrscheinlich, dass er/sie zu keiner neuen Kreatur wurde (2.Korinther 5,17) durch den Glauben an Jesus Christus.

Diejenigen, die für die Taufe als Regeneration und/oder diese vierteilige Formel argumentieren, um die Erlösung zu erlangen, betrachten diese Aktionen nicht als Verdienst, die ihnen die Erlösung erkaufen. Buße, Bekenntnis usw. machen jemanden nicht für die Erlösung würdig. Der offizielle Blickwinkel ist, dass Glaube, Buße, Bekenntnis und Taufe „Werke des Gehorsams“ sind, Dinge, die eine Person tun muss, bevor Gott die Erlösung genehmigt. Während für das Verständnis des allgemeinen Protestanten der Glaube, die eine Sache ist, die Gott für die Gewährung der Erlösung erfordert, glauben diejenigen, die die Taufe als Regeneration sehen, das die Taufe – und für manche die Buße und das Bekenntnis – die zusätzlichen Dinge sind, die Gott verlangt, bevor er die Rettung bewilligt.

Das Problem mit dieser Überzeugung ist, dass es Bibelpassagen gibt, die klar und explizit den Glauben als einzige Anforderung für die Erlösung erklären. Johannes 3,16, der wohl bekannteste Vers in der Bibel, sagt: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ In Apostelgeschichte 16,30 fragt der Gefängniswärter Paulus: „Was muss ich tun, dass ich gerettet werden?“ Hier wäre für Paul die Gelegenheit gewesen eine vierteilige Formel zu präsentieren. Jedoch war Paulus Antwort einfach: „Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig“ (Apostelgeschichte 16,31). Keine Taufe, kein Bekenntnis, nur Glaube.

Es gibt buchstäblich dutzende von Versen im Neuen Testament, die die Erlösung allein dem Glauben, ohne die Erwähnung weiterer Anforderungen im Zusammenhang, zuschreibt. Wenn Taufe, oder irgendetwas anderes für die Rettung nötig wäre, dann wären alle diese Verse falsch und die Bibel würde Fehler haben und wäre dann nicht mehr vertrauenswürdig.

Es ist auch ein ausgedehntes Studium des Neuen Testaments nötig. Die Erlösung zu erhalten ist kein Prozess oder eine stufenweise Formel. Erlösung ist ein fertiges und vollbrachtes Produkt, kein Rezept. Was müssen wir tun, um gerettet zu werden? Glaube an den Herrn Jesus Christus, und du bist gerettet.


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