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Frage

Was sind die Stationen des Kreuzes und was können wir aus ihnen lernen?

Antwort


Die Stationen des Kreuzes, auch genannt Via Dolorosa / Kreuzwegstationen, ist eine Erzählung der letzten Stunden des Lebens von Jesus Christus auf der Erde. Sie überzeugen weiterhin jeden Christen und geben ein Beispiel für unser Leben. Die Kreuzwegstationen dienen der reinen Erinnerung an die demütige Weise, wie Jesus jedes Privileg seiner Göttlichkeit aufgab, um uns durch sein Opfer einen Weg der Erlösung und Rettung zu bringen.

Es gibt mehrere weitgehend akzeptierte Versionen der letzten Stunden, eine biblische und andere über die Jahre überlieferte Berichte der Ereignisse in den letzten Stunden von Jesus. Die überlieferte Version der Kreuzwegstationen ist wie folgt:

1. Jesus wird zum Tode verurteilt.

2. Jesus erhält sein Kreuz.

3. Jesus fällt das erste Mal hin.

4. Jesus trifft seine Mutter Maria.

5. Simon von Zyrene wird gezwungen, das Kreuz zu tragen.

6. Veronika wischt das Blut von Jesu Gesicht.

7. Jesus fällt zum zweiten Mal hin.

8. Jesus trifft die Frauen von Jerusalem.

9. Jesus fällt ein drittes Mal hin.

10. Jesus werden die Kleider vom Leib gerissen.

11. Jesus wird ans Kreuz genagelt – die Kreuzigung.

12. Jesus stirbt am Kreuz.

13. Jesu Körper wird vom Kreuz herunter genommen – die Kreuzabnahme.

14. Jesu Körper wird in das Grab gelegt.

In der überlieferten Form der Kreuzwegstationen stehen die Stationen 3, 4, 6, 7 und 9 nicht explizit in der Bibel. Deswegen hat man eine Aufstellung von „Biblischen Kreuzwegstationen“ aus der Bibel genommen und 14 Stationen des Kreuzes mit Beispielen für das Leben im Folgenden aufgeführt:

1. Station des Kreuzes: Jesus in Gethsemane am Ölberg (Lukas 22,39-46).
Jesus betete am Ölberg zum Vater und bat ihn diesen Kelch – den Tod am Kreuz – von ihm zu nehmen; dies beweist die Demut von Jesus (Lukas 22,39-46). Es ist nicht schwer vorstellbar, wie sehr Jesus die Ereignisse, denen er bald gegenüberstehen würde, beschäftigten. Es kommt eine Zeit im Leben aller Christen, wenn wir entscheiden müssen, ob wir Gottes Willen oder den eigenen Willen wählen und diese Wahl, wie die Wahl von Jesus, zeigt unser Maß an Hingabe, Engagement und Gehorsam für Gott wie auch den wahren Zustand unserer Herzen. Obwohl sich Jesus über sein Schicksal bewusst war, als er am Ölberg zu Gott betete, dass dieser die Ereignisse noch verändern solle, war sein Gebet dennoch, dass der Wille des Vaters getan werde, egal was die Zukunft bringen würde. Sogar ans Kreuz genagelt und bei seinem letzten Atemzug lehrte uns Jesus die Bedeutung des Gehorsams gegenüber Gottes Wort und die Bedeutung dessen, ihm in jeder Situation zu vertrauen.

2. Station des Kreuzes: Jesus wird von Judas verraten und verhaftet (Lukas 22,47-78).
Judas wurde nicht nur eine der am meisten verachteten Personen in der Geschichte, als er Jesus verriet, er wurde auch zur Erinnerung jedes Christen, dass sie der Versuchung der Sünde wie Judas unterlegen sind. Für einen Christen ist in Sünde zu fallen so, wie wenn man den Einen, der sein Leben für uns gab, verraten würde. Wie viel größer ist der Verrat, wenn die Sünde ein gewähltes Verhalten ist, ein absichtliches Abwenden von der geistlichen Überzeugung (Lukas 22,47-48)? Judas lebte mit Jesus und saß zu seinen Füßen und lernte seit Jahren von ihm. Aber weil sein Herz nicht wirklich durch die Kraft des Heiligen Geistes transformiert war, fiel er ab, als er durch Satan versucht wurde. Als Gläubige sind wir angehalten, uns selbst zu „erforschen“, ob wir im Glauben stehen: „prüft euch selbst!“ (2. Korinther 13,5).

3. Station des Kreuzes: Jesus wird vom Hohen Rat verurteilt (Lukas 22,66-71).
Der Hohe Rat, bestehend aus siebzig Priestern und Schriftgelehrten, verlangte, dass Pilatus Jesus hinrichten solle. Der Vorfall dient als Warnung für alle Christen, sich nicht selbst über andere zu erheben und selbstgerecht über andere zu urteilen. Biblisches Wissen und hohe Positionen in dieser Welt können dennoch nicht mit der heiligen Perfektion Gottes mithalten; stolze Gedanken können die frömmsten Menschen zu Fall bringen. Die Bibel lehrt uns Autoritätspositionen zu respektieren, aber letztendlich sollte Gottes Wille und Gottes Wort unser Leben übergeordnet regieren. Christen werden mit dem Heiligen Geist gesegnet, der sie tröstet, lehrt und leitet in jeder Lebenssituation, und der sie befähigt, jede Entscheidung gemäß Gottes Willen zu treffen. Im Grunde wird damit die Notwendigkeit nach einem religiösen Anführer wie dem Hohen Rat obsolet. Indem das jüdische Volk den Hohen Rat mit der religiösen Autorität betraute, führte das zu Korruption unter den Priestern und Schriftgelehrten des Hohen Rates. Und als Jesus anfing seine Lehre zu predigen, die diese Autorität untergrub, haben sie sich gegen ihn verschworen und verlangten letztendlich seine Kreuzigung durch die römische Regierung (Lukas 22,66-67).

4. Station des Kreuzes: Petrus verleugnet Jesus (Lukas 22,54-62).
Als Jesus verhaftet wurde, beschuldigten einige Anwesende Petrus, dass er ein Anhänger von Jesus sei (Lukas 22,54-62). Wie Jesus schon vorhergesagt hatte, verleugnete Petrus Jesus drei Mal. Petrus was ein geliebter und vertrauter Jünger von Jesus, der viele Wunder aus erster Hand miterlebt hat, sogar als Jesus auf dem Wasser wandelte (Matthäus 14,29-31). Petrus zeigte trotzdem Schwäche der Menschlichkeit, indem er Jesus aus Angst, selbst verhaftet zu werden, verleugnete. Christen auf der ganzen Welt erleben immer noch Verfolgung und Demütigungen durch die ungläubige Gesellschaft, von verbalen Angriffen bis hin zu Schlägen und Tod. Man könnte Petrus für seinen Verrat an Jesus und seine Angst, was die Römer ihm antun könnten, wenn sie herausfänden, dass Petrus zu Jesus gehörte, als selbstgerecht verurteilen, aber wie viele Bibel-gläubige Christen können behaupten, sie hätten auch nicht einmal über ihren Glauben geschwiegen, weil sie sonst öffentlicher oder privater Diskrimination ausgesetzt wären? Solch ein Schweigen demonstriert uns die Schwäche der Menschlichkeit. Der Glaube von Petrus war kein perfekter Glaube, hauptsächlich, weil er zu der Zeit den Heiligen Geist noch nicht in sich hatte. Nachdem der Heilige Geist an Pfingsten kam, um in den Herzen der Gläubigen zu leben (Apostelgeschichte 2), war Petrus ein mutiger Löwe des Glaubens, der sich nie wieder fürchtete, das Wort Gottes zu verkünden.

5. Station des Kreuzes: Jesus wird von Pontius Pilatus verurteilt (Lukas 23,13-25). >
Nach heutigem juristischen System wäre es unwahrscheinlich, dass Jesus in einem Gericht verurteilt worden wäre, insbesondere, weil man ihm nichts nachweisen konnte. Pontius Pilatus konnte nichts Falsches an dem finden, was Jesus getan hatte, und wollte ihn freilassen (Lukas 23,13-24), aber der Hohe Rat der Juden forderte von Pilatus, dass er die Hinrichtung anordnen solle. Der Hohe Rat, der gemäß dem mosaischen Gesetz und jüdischen Traditionen agierte, betrachtete Jesus als Bedrohung ihrer Autorität gegenüber den Juden. Jesus lehrte die Menschen, dass die Erlösung durch die Gnade Gottes erreicht wird und nicht durch die Befolgung von vielen Regeln des Hohen Rats, und solch eine Lehre untergrub nicht nur die Autorität der religiösen Oberhäupter, sondern stellte auch eine erhebliche Bedrohung ihrer Lebensgrundlage dar. Sogar heute noch ist die gute Nachricht der Rettung allein durch die Macht und Wahl Gottes, nicht durch unsere eigenen Bemühungen „gut“ zu sein, höchst unpopulär. Die von Natur aus sündigen Menschen wollen immer selbst ihre eigene Rettung verdienen, oder wenigstens einen Anteil daran haben, damit wir auch einen Teil des „Erfolgs“ uns selbst zuschreiben können. Aber die Erlösung ist durch den Herrn allein, der seinen Ruhm mit niemand teilt (Jesaja 42,8).

6. Station des Kreuzes: Jesus wird ausgepeitscht und mit Dornen gekrönt (Lukas 23,63-65).
Die Heilung, auf die diese Passage verweist, ist die geistliche Heilung oder Heilung von Sünde. Vergebung der Sünde und die Wiederherstellung der Gunst Gottes werden oft als Heilung dargestellt. Mehr als fünfhundert Jahre bevor Maria Jesus gebar, prophezeite Jesaja, dass Jesus für unsere Missetat geschlagen, gemartert und verwundet werde und wir durch seine Wunden geheilt (Jesaja 53,3-6).

7. Station des Kreuzes: Jesus nimmt sein Kreuz auf (Markus 15,20).
Als Jesus sein Kreuz aufnahm, trug er mehr als nur das Holz. Was viele Zuschauer der damaligen Zeit nicht ahnten war, dass Jesus die Sünden der Menschheit trug und die Strafe, die diese Sünden verdienten, auf ihn zukam und er diese für uns Menschen erlitt. Jesus ermahnt uns in Matthäus 16,24: „Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.“ Er offenbart auch, dass das keine Wahl ist: „Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert.“ (Matthäus 10,38). Das Kreuz, ein Instrument des Todes, auf sich zu nehmen bedeutet, dass man gegenüber sich selbst stirbt, um als komplett neue Kreatur (2. Korinther 5,17) im Dienst und im Gehorsam zu Christus zu leben. Das heißt, unseren Willen, unsere Ambitionen, Wünsche und Bedürfnisse Gott zu unterwerfen. Wir sollen nicht vorrangig unser eigenes Glück verfolgen, sondern bereitwillig allem abschwören, auch unserem eigenen Leben, wenn erforderlich.

8. Station des Kreuzes: Simon von Zyrene hilft Jesus das Kreuz zu tragen (Lukas 23,26).
Man könnte sagen, Simon von Zyrene stand zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Er kam vermutlich für das Passafest nach Jerusalem und wusste wahrscheinlich nicht viel über die Dinge, die vor sich gingen. Wir wissen nicht viel über Simon von Zyrene, weil er in der Bibel, nachdem er das Kreuz getragen hatte, an das Jesus genagelt wurde, nicht mehr erwähnt wird (Lukas 23,26). Er wurde durch einen römischen Soldaten angewiesen, das Kreuz zu tragen, und Simon weigerte sich nicht, weil er in Anbetracht der Situation vor Ort vermutlich sonst sein eigenes Leben aufs Spiel gesetzt hätte. Nicht wie Jesus, der freiwillig sein Kreuz trug, wurde Simon von Zyrene befehligt oder gezwungen es zu tragen. Als Christen sollen wir Jesus freiwillig folgen, wie Paulus uns ermahnt: „Darum schäme dich nicht des Zeugnisses von unserm Herrn noch meiner, der ich sein Gefangener bin, sondern leide mit mir für das Evangelium in der Kraft Gottes.“ (2. Timotheus 1,8).

9. Station des Kreuzes: Jesus trifft die Frauen von Jerusalem (Lukas 23,27-31).
Als Jesus weinenden Frauen und ein paar seiner Jünger auf seinem Weg zur Kreuzigung begegnete, warnte er sie, dass sie nicht weinen sollen, sondern sich um sich und ihre Kinder kümmern sollen, weil das Böse in Jerusalem zunehmen wird (Lukas 23,27-31). Obwohl Jesus große Schmerzen und persönliche Erniedrigungen über sich ergehen ließ, sorgte sich Jesus nicht um sich selbst, sondern um die Leben und Seelen derer, denen aufgrund ihres Lebens und ihrer Sünden ewige Verdammnis bevorstand. Diese Warnung gilt auch für die Christen heute; wir müssen aufpassen, dass wir nicht die Sorgen der Welt über unsere Hingabe und Gehorsam gegenüber Gott stellen. Jesus sagte: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (Johannes 18,36) und als Bürger des Himmels sollten unser Fokus und unsere Aufmerksamkeit dorthin gerichtet sein.

10. Station des Kreuzes: Jesus wird gekreuzigt (Lukas 23,33-47).
Es ist schwer, sich über 2000 Jahre nach dieser Tatsache den Horror dieses Moments, wie ihn die engsten Vertrauten von Jesus miterlebt haben, vorzustellen. Sie waren gezwungen hilflos daneben zu stehen, als die Nägel durch seine Hände und Füße in das Holz geschlagen wurden, an dem er seinen letzten Atem in menschlicher Form hauchen würde (Lukas 23,44-46). Seine Verwandten und Jünger hatten noch nicht völlig verstanden, was zu der Zeit vor sich ging. Sie konnten noch nicht begreifen, dass die bösen Taten der Menschen das Resultat des göttlichen Plans der Erlösung für alle, die an Christus glauben, war. Wir müssen uns heute fragen: „wie wollen wir entrinnen, wenn wir eine so große Seligkeit nicht achten…?“ (Hebräer 2,3). „Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.“ (Apostelgeschichte 4,12).

11. Station des Kreuzes: Jesus verspricht dem gläubigen Dieb das Königreich (Lukas 23,43).
Es ist möglich, dass der Dieb, der neben Jesus gekreuzigt wurde, das Konzept erkennen konnte, dass das Leben für Jesus hier nicht endete, sondern er die physische Welt verließ und in das ewige Versprechen zurückkehrte, aus dem er gekommen war, um die Menschheit zu retten. Der Dieb war einer der ersten, der das Paradies durch Gnade durch den Glauben an Jesus Christus erreichte (Epheser 2,8-9). Jesus sagte dem Dieb, dass er heute noch mit ihm im Paradies sein werde, weil er akzeptierte und glaubte, dass Jesus der Sohn von Gott ist. Das ist ein klarer Beweis, dass eine Person durch Gnade im Glauben erlöst wird, nicht durch gute Werke, wie diejenigen, die Jesus verfolgten und verurteilen, die Menschen glauben ließen.

12. Station des Kreuzes: Jesus am Kreuz spricht mit seiner Mutter und Jüngern (Lukas 23,48-49).
Jesus stellte im Moment des Todes immer noch die Bedürfnisse anderer über seine eigenen, als er selbstlos die Sorge um seine Mutter seinem geliebten Jünger Johannes anvertraute (Johannes 19,27). Sein gesamtes Leben, inklusive seinen Tod, lehrte Jesus uns durch sein Beispiel die Bedürfnisse anderer über unsere eigenen zu stellen, alles dem perfekten Willen Gottes unterzuordnen. Durch die Bereitschaft in Gottes Wort zu leben, durch unser Handeln und durch unsere Opfer für andere im Angesicht von Schwierigkeiten definieren wir den Charakter eines wahren christlichen Lebens.

13. Station des Kreuzes: Jesus stirbt am Kreuz (Lukas 23,44-46).
In dem Moment als Jesus starb, riss der Vorhang des Tempels, der die Menschen vom Allerheiligsten trennte, von oben bis unten. Das war furchterregend für die Juden, die dieses Ereignis miterlebten und nicht erkannten, dass es das Ende des Alten Bundes und den Anfang des Neuen Bundes signalisierte. Die Menschen mussten nicht länger wegen ihrer Sünden von Gott getrennt leben, sondern sind ab diesem Zeitpunkt in der Lage, an den Thron der Gnade im Gebet zur Vergebung der Sünde mutig heranzutreten. Das Leben und der aufopfernde Tod von Jesus haben die Barriere der Sünde entfernt und machen es möglich, dass der Mensch durch Gnade gerettet wird.

14. Station des Kreuzes: Jesus wird ins Grab gelegt (Lukas 23,50-54).
Nachdem Jesus starb und vom Kreuz genommen wurde, wurde er in ein Grab gelegt, dass von einem Mann namens Josef aus einer jüdischen Stadt in Arimathäa zur Verfügung gestellt wurde (Lukas 23,50). Josef war auch ein Mitglied des Hohen Rates, jedoch gegen das Urteil und die Kreuzigung von Jesus. Josef glaubte heimlich, dass Jesus der Messias der Schrift war, fürchtete aber die Konsequenzen, wenn sein Glaube öffentlich wäre (Johannes 19,38). Nachdem Jesus starb, ging Josef heimlich zu Pilatus und forderte den Körper von Jesus, damit er ihn angemessen beerdigen könne.

Jesu großes Opfer wurde nicht nur die Erlösung für die Sünden der Menschen, sondern auch der Sieg, der den Tod überwinden würde, der sonst das unausweichliche Schicksal aller Menschen wäre, die unter dem Fluch der Sünde geboren wurden. Sünde trägt ihre unausweichliche Strafe und diese Strafe ist der Tod. Unser Schöpfer ist gerecht und fair und fordert daher, dass die Strafe für die Sünde bezahlt wird. Weil Gott aber auch liebt und gnädig ist, hat er seinen eingeborenen Sohn auf die Erde geschickt, um unsere Sünden zu bezahlen, weil wir sonst für die Ewigkeit verdammt wären (Johannes 3,16). Gottes Liebe und Gnade werden durch die Worte von Jesus in hohem Maße demonstriert, als er sterbend am Kreuz hing und Gott bat, denen zu vergeben, die ihn in ihrem Unwissen ermordet haben (Lukas 23,34). Es ist leicht zu mutmaßen, dass Menschen nicht bereit sind, völlig an Gottes Wort zu glauben und in Gehorsam zu leben, weil sie zu wenig Wissen und Verständnis darüber haben. Die Ironie dieser Mutmaßung ist, dass das Verhängnis für Jesus am Kreuz zum spirituellen Verhängnis derer wird, die genau dieses Unwissen nicht überwinden, das die Menschheit in großem Umfang heute noch plagt. Der sündige Mensch, der das Geschenk der Erlösung ablehnt, die Jesus durch sein Opfer möglich macht, ist sicherlich ein Produkt von rebellischer Ignoranz und Sünde, die den Menschen von der Weisheit Gottes trennt.



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