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Frage

Gibt es Nachweise für die biblische Ansicht eine jungen Erde?

Antwort


Es gibt Nachweise in Hülle und Fülle für die Anschauung der Bibel, dass die Erde noch verhältnismäßig jung ist. Allerdings hält die Theorie der alten Erde in den öffentlichen Schulen und akademischen Zentren und in den Medien seit Generationen das Monopol. Es ist daher kein Wunder, dass die meisten Wissenschaftler die Anschauung der alten Erde übernehmen. Das ist alles, was sie in der Schule von klein auf gelehrt wurden. Das ist alles, was sie in den Universitäten gelehrt wurden, wo sie ihre Abschlüsse erhalten haben. Das ist alles, was die meisten ihrer Kollegen erklären. Aber es gibt auch Andersdenkende unter der Gesellschaft der Wissenschaft, und ihre Anzahl wächst. Warum? Weil sich immer mehr Wissenschaftler mit einer wachsenden Zahl von Beweisen konfrontiert sehen, die die Theorie der Alten Erde ins Schwanken bringen.

D.h. nicht, dass jeder, der sich die Nachweise anschaut, die Theorie der Alten Erde über Bord wirft. Manche, die über diese Beweise nachgedacht haben, betrachten sie als anomale, noch zu erklärende Phänomene. Manche behaupten, sie würden einer genauen Prüfung nicht standhalten. Manche betrachten sie als absichtliche Fehlinterpretationen der Tatsachen durch religiöse Fanatiker.

Es stimmt, dass religiöse Fanatiker die Tendenz haben, Fakten zu verdrehen, damit sie ihrem Zweck dienlich sind. Die Fanatiker der Alten-Erde-Theorie weisen jedoch die gleiche Tendenz auf, wenn ihre Karriere und Ruf auf dem Spiel stehen. Das ist die menschliche Natur. Es stimmt auch, dass einige der Nachweise der Jungen Erde, die über die Jahre aufkamen, mancher genauen Prüfung nicht standhalten konnten. Aber viele weitere Nachweise konnten bestehen. Des Weiteren ist es eine Tatsache, dass eine wachsende Anzahl von professionellen ausgebildeten Wissenschaftlern – Experten auf ihrem Gebiet – die Perspektive der Jungen Erde als wissenschaftlich zumindest plausibel, wenn nicht sogar stringent und schlüssig betrachten. Wir führen hier ein paar der relevanten Nachweise auf, die zu berücksichtigen sind:

Kontinentale Erosion und fossile Überreste: Die Kontinente erodieren in einer so hohen Geschwindigkeit, dass sie in weniger als 25 Millionen Jahren flach erodieren würden (Mount Everest und alles), wenn nicht tektonische Erhebungen, meteorischer Staubentwicklung und Vulkanströme wären. Bei dieser Geschwindigkeit müssten Millionen Jahre alte Fossilen bereits längst erodiert sein; aber dennoch existieren sie. Die Schlussfolgerung hieraus ist, dass die Fossilien nicht Millionen Jahre alt sind. Wenn das wahr wäre, müsste die geologische Zeitskala ernsthaft überarbeitet werden (siehe hierzu unser Artikel über die geologische Zeitskala).

Unterirdischer Druck von Flüssigkeiten: Wenn eine Ölbohrung auf Öl trifft, spritzt das Öl manchmal in einer riesigen Fontaine heraus. Der Grund dafür ist, dass das Öl durch das schiere Gewicht des Gesteins, das sich darüber befindet, oft unter enormem Druck steht. Weitere unterirdische Flüssigkeiten, die unter Druck gehalten werden, beinhalten Erdgas und Wasser. Das Problem ist, dass das Gestein über vielen unter Druck stehenden unterirdischen Flüssigkeitsablagerungen relativ durchlässig ist. Der Druck sollte daher in weniger als 100.000 Jahren abgebaut sein. Aber dennoch stehen diese Flüssigkeitsvorräte weiterhin unter hohem Druck. Und wieder stellt diese Beobachtung durch das hohe Alter der Flüssigkeitsvorräte und ihre Einstufung in der geologischen Zeitskala einige der Interpretationen in Frage, die zur Bildung der Zeitskala geführt haben.

Globale Abkühlung: Im 19. Jahrhundert hat der renommierte Physiker und Erfinder Lord Kelvin (William Thomson) als erster festgestellt, dass die Erde, wenn sie in einem weiß-glühenden, geschmolzenen Zustand ihren Anfang hatte, sie zu der derzeitigen Temperatur bereits Milliarden von Jahren früher abgekühlt wäre, als die erwarteten 4,6 Milliarden Jahre, von denen heute ausgegangen wird. Seit dem Zeitpunkt haben Befürworter der Alten Erde herausgestellt, dass radioaktiver Zerfall innerhalb der Erde den Abkühlungsprozess stark verlangsamen würde. Befürworter der Jungen Erde entgegnen, dass trotz der liberalen Annahmen in Bezug auf die Verlangsamung durch radioaktiven Zerfall die Erde dennoch viel früher zu ihrer derzeitigen Temperatur abgekühlt würde, als die Befürworter der Alten Erde es zulassen würden.

Mondrückgang: Der Mond bewegt sich langsam weiter weg von der Erde. Das hat mit der Tatsache zu tun, dass die Erdumdrehung sich wegen Gezeitenspannung und anderen Faktoren verlangsamt. Der Rückgang des Monds wurde als erstes durch Edmond Halley im späten 16. Jahrhundert beobachtet (derselbe Edmund Halley, der das 76-jährige Orbit des bekannten Kometen, der seinen Namen trägt, voraussah). Aufgrund der Geschwindigkeit des Mondrückgangs heute, der Tatsache, dass er sich über die Zeit stetig beschleunigt und verschiedenen weiteren Faktoren haben Physiker bestimmt, dass das Erde-Mond-System nicht älter als 1,2 Milliarde Jahre sein kann (mathematische Gleichung siehe http://www.creationscience.com/). Hierbei handelt es sich um 3,4 Milliarden Jahre weniger Zeit, als die Befürworter der Alten Erde akzeptieren wollen. Zudem ist der Einfluss des Mondes auf unsere Gezeiten umso größer, je näher der Mond der Erde kommt. Wir können nicht zu weit in der Zeitrechnung zurückgehen, ohne dass wir alle zweimal täglich ertrinken würden.

Helium-Diffusion aus präkambrischen Zirkonen: Helium wird in der Erde durch den radioaktiven Zerfall von bestimmten instabilen Elementen (Uran und Thorium) produziert. Manches von diesem Zerfall findet in Kristallen, die wir als „Zirkon“ kennen, statt. Helium diffundiert aus diesen Zirkonen in einer bekannten Geschwindigkeit abhängig von Tiefe und Temperatur. Wissenschaftler haben entdeckt, dass Zirkone, in denen angeblich Milliarden Jahre von Uran-Abbau stattfand, zu viel Helium zurückbleibt – viel zu viel Helium. Es erscheint, als ob das Helium nicht genug Zeit gehabt hat, um aus den Kristallen zu diffundieren. Diese Observierung lässt verschiedene Schlussfolgerungen zu.

Erstens mag diese Entdeckung die Schlüsselvermutung, auf der die radiometrische Datierung (die üblichste Technik der Alten Erde, Zeit zu bestimmen) basiert, widerlegen. Wissenschaftler glauben, dass eine Milliarde Jahre Uran-Abbau in diesen Zirkonen stattgefunden hat, weil sie von bestimmten Vermutungen über die nicht-observierbare Vergangenheit ausgehen (siehe unser Artikel über Radiometrische Datierung). Eine dieser Vermutungen ist, dass radioaktiver Abbau in der nicht-observierbaren Vergangenheit konstant blieb. Wissenschaftler haben es in der Laborumgebung geschafft, die Zerfallsgeschwindigkeit zu variieren, jedoch glauben die meisten nicht, dass dies in der Natur tatsächlich so passiert. Wenn also Milliarden Jahre des Uran-Abbaus so schnell vor sich gingen, dass das produzierte Helium keine Zeit hatte, den Zirkonen zu entweichen, kann das ein starker Nachweis dafür sein, dass die radioaktive Abbau-Geschwindigkeit in der nicht-observierbaren Vergangenheit extrem beschleunigt war.

Zweitens: Weil die Zirkonen aus den präkambrischen Steinen stammen, die unter der geologischen Zeitskala liegen, könnten derzeitig akzeptierte Interpretationen der Alten Erde zur geologischen Zeitskala ebenfalls ernsthafte Überarbeitung erfordern (auch hier siehe unser Artikel zur Geologischen Zeitskala). Diese und eine Vielzahl an weiteren wissenschaftlichen Nachweisen für die Theorie der Jungen Erde verleihen den Bibelberichten über die Schöpfung der Erde und des Universums, wie wir in 1. Mose lesen, Glaubwürdigkeit.

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