Was sagt die Bibel über den Umgang mit Geld in der Ehe?


Frage: "Was sagt die Bibel über den Umgang mit Geld in der Ehe?"

Antwort:
Die Bibel adressiert nicht speziell den Umgang mit Geld in der Ehe, wobei die Prinzipien in Bezug auf die Dynamik der Beziehung zwischen Ehemann und Ehefrau alle Aspekte der Ehe einschließen.

Anders gesagt, es gelten die von Gott in Epheser 5,22-23 festgesetzten Prinzipen für alle Facetten der Ehemann-Ehefrau-Beziehung. D.h., dass die spirituelle Balance der Ehebeziehung in allen Aspekten direkt von der individuellen persönlichen Beziehung des Ehepartners mit Gott abhängig ist. In jeder Beziehung gibt es den Segen, der durch die Beziehung entsteht, wie auch das Leid, das durch die Beziehung entsteht. Und diese Prinzipien sind von der Entscheidung eines jeden Ehepartners, Gott gegenüber gehorsam zu sein, betroffen.

Beide Ehepartner bringen ihre Stärken und Schwächen in ihre Partnerschaft mit. Es erfordert das Verständnis von Gottes Anordnungen und dem Geschenk der Gabe, um die jeweiligen Charaktere zu einer funktionierenden Beziehung zu entwickeln. Finanzielle Entscheidungen, die den Erfolg der Familie betreffen, sind eine geteilte Verantwortung. Mit was uns Gott auch versorgt, egal ob dies das Ergebnis der Arbeit des Ehemanns oder der Ehefrau oder beiden ist, die ersparten Gewinne (das Vermögen) sind die gemeinsame Verantwortung beider Partner als Team. Das wichtige Prinzip in Bezug auf finanzielle Entscheidungen ist „alles zur Ehre Gottes" zu tun! (1. Korinther 10,31; Römer 14,8; Kolosser 3,23-24).

Fester Bestandteil der Ehe sind zwei Personen in Christus, jedoch mit dem Verständnis, dass der Ehemann die ultimative Autorität besitzt. Er ist Gott gegenüber verantwortlich seine Familie zu führen und zu versorgen, während sich seine Frau ihm unterordnet und seine Hilfe ist. In Anbetracht auf das Geld in der Ehe könnte dies bedeuten, dass der Ehemann die alleinige Kontrolle über das Bankkonto hat, alle Rechnungen bezahlt und sich um die Finanzangelegenheiten — wie Sparen, Investieren und Spenden — kümmert, während er gleichzeitig seine Frau einbezieht und ihren Input über finanzielle Entscheidungen berücksichtigt. Gleichermaßen legitim kann es sein, dass er seine Aufgabe an seine Frau delegiert insbesondere, wenn sie für die Details um finanzielle Angelegenheiten besser geeignet ist oder mehr Spaß daran hat. Sie übernimmt dann sozusagen den finanziellen Teil des „Familien-Business". Der Ehemann hat dennoch weiterhin die Verantwortung den Prozess zu überwachen. Am Ende wird ein Paar, dass beim finanziellen Aspekt der Familie zusammen arbeitet meist eine gute Kommunikation und gegenseitigen Respekt für einander haben.

Zum Schluss erhalten wir z.B. auch in Lukas 6,38 Prinzipien auf dem Gebiet Finanzen in der Ehe. Hier steht, dass je freier wir geben, desto größer unser Segen sein wird. D.h., dass es eine Wechselwirkung zwischen dem Geben, das wir für den Herrn tun und dem Segen, den wir im Gegenzug dafür erhalten, gibt – finanziell und spirituell. Wir können Gott in puncto Geben nicht übertreffen. Desto treuer wir an Gott zurückgeben, desto mehr werden wir feststellen, dass sich das, was wir erhalten vermehrt und tatsächlich mehr als ausreichend bis hin sogar im Überfluss.

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