Was bedeutet es, dass Jesus der Fürst des Friedens ist (Jesaja 9,5)?


Frage: "Was bedeutet es, dass Jesus der Fürst des Friedens ist (Jesaja 9,5)?"

Antwort:
In Jesajas Prophezeiung über das Kommen des Messias sagt er:

„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben,
und die Herrschaft ist auf seiner Schulter;
und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held,
Ewig-Vater, Friede-Fürst.“ (Jesaja 9,5).

In einer Welt, die voller Krieg und Gewalt ist, lässt sich schwer nachvollziehen, wie Jesus der allmächtige Gott sein kann, der in der menschlichen Geschichte handelt und die Verkörperung des Friedens sein soll. Aber physische Sicherheit und politische Harmonie spiegeln nicht unbedingt die Art von Frieden wider, von dem er spricht (Johannes 14,27).

Das hebräische Wort für „Frieden“ (shalom) wird auch als Referenz für ruhige und besonnene Personen, Gruppen oder Nationen verwendet. Das griechische Wort eirene bedeutet „Einheit und Übereinstimmung“; Paulus verwendet eirene, um das Ziel der Kirche des Neuen Testaments zu beschreiben. Aber die tiefere und fundamentalere Bedeutung von Friede ist „spirituelle Harmonie durch die Erneuerung eines Individuums mit Gott“.

Durch unseren sündigen Zustand sind wir mit Gott befeindet (Römer 5,10). „Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ (Römer 5,8). Wegen des Opfers von Christus wird unsere Beziehung mit Gott erneuert (Römer 5,1). Dies ist der tiefe und beständige Friede zwischen unseren Herzen und unserem Schöpfer, die keiner entfernen kann (Johannes 10,27-28) und die ultimative Erfüllung des Werks Christi als „Fürst des Friedens“.

Allerdings bietet uns das Opfer durch Christus noch mehr als ewigen Frieden; es erlaubt uns auch eine Beziehung mit dem Heiligen Geist, dem Beistand, der verspricht, uns zu führen (Joh. 16,7.13). Der Heilige Geist wird sich zudem in uns manifestieren, indem er uns so leben lässt, wie wir es selbst nie könnten, einschließlich dessen, dass er unser Leben mit Liebe, Freude und Frieden füllt (Galater 5,22-23). Diese Liebe, Freude und der Frieden sind Ergebnisse des Heiligen Geists, der im Leben eines Gläubigen arbeitet. Sie sind eine Reflexion seiner Präsenz in uns. Und obwohl ihr tiefstes und wichtigstes Ergebnis darin besteht, dass wir in Liebe, Freude und Frieden mit Gott leben, können sie nicht anders, als auf unsere Beziehungen zu den Menschen überzugreifen.

Und wir brauchen dies dringend - vor allem, weil Gott uns aufruft, mit anderen Gläubigen in Eintracht, Demut, Sanftmut und Geduld zu leben und „seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens“ (Epheser 4,1-3). Diese Einheit von Demut und Sanftmut wäre ohne das Werk des Heiligen Geistes in uns und den Frieden, den wir Dank des Opfers von Christus mit Gott haben, nicht möglich.

Ironischerweise ist die am wenigsten tiefgreifende Definition von Frieden — eine besonnene Person — am schwersten zu verstehen und aufrecht zu erhalten. Wir tun nichts, um unseren spirituellen Frieden mit Gott zu bekommen oder zu bewahren (Epheser 2,8-9). Und auch wenn das Leben in der Einheit mit anderen Gläubigen extrem schwer sein kann, fühlt sich oft der Friede im eigenen Leben als etwas Unmögliches an.

Aber man beachte, dass „Friede“ nicht „einfach“ bedeutet. Jesus versprach nie einfach; er versprach nur Beistand. Er sagte uns sogar, dass wir Bedrängnis (Joh. 16,33) und Versuchungen (Jakobus 1,2) zu erwarten haben. Er sagt aber auch, dass er uns den Frieden Gottes geben wird, „der allen Verstand übersteigt“, wenn wir ihn durch Gebet und Flehen anrufen (Philipper 4,6-7). Egal, welche Probleme wir auch haben, wir können um Frieden bitten, der aus der mächtigen Liebe Gottes kommt, die nicht von unserer eigenen Kraft oder Situation um uns herum abhängig ist.

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