Wie können wir darauf vertrauen, dass biblische Prophezeiungen tatsächlich die Zukunft vorhersagen können?


Frage: "Wie können wir darauf vertrauen, dass biblische Prophezeiungen tatsächlich die Zukunft vorhersagen können?"

Antwort:
Der Hauptgrund, warum wir biblischen Prophezeiungen vertrauen dürfen ist, weil sie – wie der Rest der Heiligen Schrift – uns vom Schöpfer des Universums gegeben, wörtlich „von Gott eingehaucht“ wurde. Das müssen wir verstehen, bevor wir die Rolle der biblischen Prophetie verstehen können. (Siehe auch: Warum ist es wichtig, an die biblische Irrtumslosigkeit zu glauben?)

Biblische Prophetie spielt zwei Rollen. Sie sagt die Zukunft voraus und erklärt die positiven und negativen Ergebnisse aus zukünftigen Ereignissen. Prophezeiung kann Ereignisse vorhersagen, die Freude und Wohlergehen oder Angst und Unheil bringen. Wenn Prophezeiungen ignoriert werden, ist das meist der Fall, weil den Hörern aus irgendeinem Grund nicht gefällt, was sie hören. –Biblische Prophetie ist üblicherweise nicht allgemeiner Natur. Sie ist normalerweise sehr spezifisch, wie sie jemanden oder etwas betreffen wird. Sie ist aber immer zuverlässig und verdient unser volles Vertrauen. Wir können zulassen, dass die Prophezeiung unser Leben prägt und uns Richtung und Führung gibt bei unserem Dienst für Gott. Die Prophezeiung sollte eine Quelle der Stärke und Unterweisung für uns sein. Nicht wie viele anderen sogenannten „Prophezeiungen" heute, in den Gemeinden und außerhalb - wahre biblische Prophezeiung ist immer akkurat und präzise. Was Gott prophezeit, passiert immer.

Die Prophezeiung der Sintflut in 1. Mose 6 ist ein Beispiel. Gott erklärt seine Gründe für die Flut, gibt Noah exakte Anweisungen, eine Arche zu bauen, um Leben zu retten, und führt dann diese erste weltweite Katastrophe herbei. Gott prophezeite in 1. Mose 9,12-16 sogar, dass er es nie wieder tun würde. Josephs Träume in 1. Mose 37,5-10 beinhalten Prophezeiungen, die später in Kapitel 39 bis zum Ende des Buches geschahen. 5. Mose 18,18 sagt: „Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist [Moses], erwecken aus ihren Brüdern und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde“" Diese Prophezeiung, die auf Moses hinweist, gibt auch eine Vorahnung auf den jüdischen Messias, unseren Herrn Jesus, und wird in Apostelgeschichte 3,22 zitiert. In eben diesem Kapitel erfahren wir (5. Mose 18,20), was zur Zeit von Mose mit falschen Propheten getan wurde. Wenn ihre Prophezeiung falsch war, wurden sie hingerichtet. Jesaja Kapital 53 enthält eine überzeugende Prophezeiung von Jesus Christus: seine Jugend, sein Dienst, sein Tragen der Sünde und Leiden und sein Opfern von sich selbst. Psalm 22 bringt uns eine weitere Prophezeiung über das Leiden des Herrn, formuliert in einer Beschreibung König Davids.

In den eigenen Prophezeiungen unseres Herrn, so wie in Matthäus 24, sprach er von Kriegen, Hungersnöten, Erdbeben, Verfolgung, Abfall vom Glauben, Verrat und schlussendlich seiner eigenen Rückkehr, die unerwartet und heute weitgehend abgelehnt wird. Diese und andere endzeitliche Prophezeiungen sind genauso verlässlich wie Gottes Warnung vor der Sintflut. Ähnliche Vorhersagen über katastrophale Ereignisse finden wir in 2. Petrus Kapitel 2-3, zusammen mit einer Vorhersage (2. Petrus 3,7) von Gottes Eingreifen. Und in 1. Thessalonicher 4,13-18 wird gläubigen Christen die Rettung oder Auferstehung versprochen, ob wir nun lebendig oder tot sind. Die biblische Prophezeiung gibt uns einen Fahrplan für die Zukunft. Die Entrückung der Gläubigen nicht zu verstehen bedeutet, dass man eines der größten Geschenke Gottes verpasst.

Da wir Johannes 3,16 vertrauen können, dass Gott uns liebt und uns seinen Sohn gab, können wir uns gewiss auf ihn als Autor der Bibelprophezeiung verlassen, wenn es darum geht, unsere künftigen körperlichen und geistlichen Bedürfnisse vorherzusagen, zu ermutigen, zu lenken und für sie zu sorgen. Unser Herr sagte: „In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn's nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten?“ (Johannes 14,2). Dies sollte für alle Christen eine Prophezeiung der Zusicherung und Ermutigung sein. Man sollte also sein Vertrauen in Gottes Prophezeiungen legen, genauso wie man sein Vertrauen in seinen Sohn gelegt hat.

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