Wenn Jesus den Preis für unsere Sünden bezahlt hat, warum müssen wir mit Konsequenzen für unsere Sünden rechnen?



 

Frage: "Wenn Jesus den Preis für unsere Sünden bezahlt hat, warum müssen wir mit Konsequenzen für unsere Sünden rechnen?"

Antwort:
Die Heilige Schrift sagt: “Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.“ (Römer 6,23). Christus zahlte die Strafe für unsere Sünden. Wir alle haben den Tod verdient, welcher die ultimative Strafe für Sünde ist. Jeder muss für seine Sünden bezahlen, wenn er nicht zu Christus gekommen ist, der den Preis für unsere Sünden durch sein Blut am Kreuz bezahlt hat. Adam und Eva erlitten die Konsequenzen ihrer Sünde, indem sie aus dem Garten Eden verstoßen wurden. Anstatt dies als „Konsequenz“ zu sehen, sollten wir es lieber als „Disziplinierung“ ansehen. Der Autor von Hebräer sagt folgendes über Disziplin und ihren Sinn: „und habt bereits den Trost vergessen, der zu euch redet wie zu seinen Kindern (Sprüche 3,11-12): »Mein Sohn, achte nicht gering die Erziehung des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst. Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.«“ Wenn wir die göttliche Disziplin ertragen müssen, sollten wir uns daran erinnern, dass Gott uns damit wie sein eigenes Kind behandelt. Wer hat schon mal von einem Kind gehört, das noch nie diszipliniert wurde? Wenn Gott dich nicht diszipliniert, wie er das bei all seinen Kindern tut, bedeutet das, dass du kein legitimes Kind bist. Da wir unseren irdischen Vater am meisten respektieren, wenn er uns als Kind diszipliniert hat, sollten wir uns nicht umso mehr der Disziplin unseres himmlischen Vaters unterstellen und für immer leben? Unser irdischer Vater diszipliniert uns ein paar Jahre lang und vielleicht nicht immer ganz korrekt. Aber die Disziplin von Gott ist für uns immer korrekt und gut, weil wir dann seine Heiligkeit teilen können. Keine Disziplinarmaßnahme ist angenehm – sie schmerzt! „Danach aber bringt sie als Frucht denen, die dadurch geübt sind, Frieden und Gerechtigkeit.“ (Hebräer 12,11).

Gott zeigt seine Liebe durch Korrektur und/oder Disziplinierungsmaßnahmen, um uns dorthin zu bringen, wo er uns gern haben will. Was würde ein guter Vater tun, wenn er sieht, dass sein Kind vom richtigen Weg abkommt? Er bringt ihn durch Erziehungsmaßnahmen zurück. Disziplinierung kann in vielen Formen auftreten und hängt von der Ernsthaftigkeit der Sünde ab. Wenn ein Kind nie diszipliniert wurde und nie unter den Konsequenzen seiner Handlung litt, wird es nie lernen, was richtig ist.

Daher diszipliniert Gott die, die seine Kinder sind. Wenn du nie unter den Konsequenzen deiner Sünde zu leiden hättest, woher wüsstest du, ob du richtig oder falsch agierst? In Psalm 53,5 steht: „Wollen denn die Übeltäter sich nichts sagen lassen, die mein Volk fressen, dass sie sich nähren, Gott aber rufen sie nicht an?“ Siehe auch Psalm 10,11: „Er spricht in seinem Herzen: »Gott hat's vergessen, er hat sein Antlitz verborgen, er wird's nimmermehr sehen.“ Wenn Gott keine Konsequenzen herbeiführen würde, würden wir nie aus unseren Fehlern lernen und unsere Art nicht verändern. Gott diszipliniert nur die, die zu ihm gehören und er tut das aus Liebe zu uns, nicht um uns zu schaden oder uns „runter zu ziehen“. Es ist Gottes Art zu sagen: „Mein Kind, du liegst falsch und es ist Zeit umzukehren und auf den richtigen Weg zurückzukehren.“ Wenn wir nicht korrigiert werden, wenn wir Schlechtes tun, werden wir es weiterhin tun.

Gott zahlte die Strafe für unsere Sünden, damit wir keinen zweiten Tod erleiden müssen, der in der Hölle ewig dauert (Offenbarung 20,14). Wegen seiner Liebe für uns, diszipliniert er uns und bringt uns in eine gute Beziehung mit ihm, die er sich wünscht. Also das nächste Mal, wenn du meinst, du leidest unter der Konsequenz deiner Sünde, denk dran, dass es Gottes Disziplin aus Liebe für dich ist.

Und zum Schluss, Ungehorsam gegenüber Gottes Gesetzen resultiert oft in temporären Konsequenzen, die nichts mit Gottes Disziplinierung zu tun haben. Zum Beispiel wird ein Mörder, der zu Christus kommt und seine Sünden bereut, Gottes Vergebung erhalten im ewigen Sinn und voll und ganz eine Beziehung mit Gott haben für die Ewigkeit im Himmel. Allerdings wird die Gesellschaft, in der er noch lebt, erfordern, dass er den Preis für den Mord bezahlt im temporären Sinn. Er mag sein ganzes Leben im Gefängnis verbringen. Aber auch in dieser Situation kann Gott ihn verwenden, während er auf seine ultimative Erlösung und ewigen Frieden und Freude wartet.


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