Warum bezeichnen sich Mormonen als Heilige der Letzten Tage?


Frage: "Warum bezeichnen sich Mormonen als Heilige der Letzten Tage?"

Antwort:
Als der Hunger nach religiösen Erfahrungen in den 1800-ern ihren Höhepunkt erreichte, wurde der Mangel an Einheit unter den verschiedenen Richtungen des christlichen Glaubens für manche zum Stolperstein. Ein Mann namens Joseph Smith trat hervor, um seine eigenen berichteten religiösen Erfahrungen als die Lösung anzubieten. Er ernannte sich selbst zum Propheten Gottes. Seine Anhänger behaupteten, dass Gott die „heilige Priesterschaft der alten Apostel und Jünger“ in Joseph Smith wiederherstellte. Smith verkündete, dass in diesen „letzten Tagen“ der Welt alle anderen Kirchen am Glaubensabfall teilhatten und nur seine persönliche Offenbarung (oder die seiner Anhänger) vertrauenswürdig für die Erlösung und Lehre wäre (Mormonen-Lehre, S. 670 der englischen Version).

Primär durch die Anstrengungen von Joseph Smith und Oliver Cowdery formierte sich eine Organisation namens Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Der Name stammte gemäß Berichten aus einer Offenbarung von Jesus Christus. Es sollten diese drei speziellen Gewissheiten dadurch zum Ausdruck kommen: 1. Jesus Christus weihte die Kirche; 2. der Dienst der Kirche war speziell für die letzten Tage der Welt ausgelegt und 3. die Kirche besteht nur aus den wahren Heiligen, die Jesus Christus anerkennt. Solche ein Name klang ansprechend in einer Zeit von stark fluktuierenden Lehren. Die Kirche der Heiligen der Letzten Tage (auf Englisch: Latter Day Saints, abgekürzt LDS) tat kund, dass ihre Aufgabe sei, das Königreich Gottes zu etablieren und Praktiken der christlichen Religion – so wie Gott diese beabsichtigte – einzuführen. Diese Dinge zusammen nannte man „the restoration of the gospel“ (Wiederherstellung des Evangeliums) und sie waren Teil der „Restoration“-Bewegung des frühen 19. Jahrhunderts.

Gemäß der Bibel ist es Gott, der sein Königreich etablieren wird (Jesaja 9,7). Die Heiligen werden nicht aufgerufen, dies für ihn zu übernehmen. Und ob nun die letzten Tage als Ende der Welt betrachtet werden oder als alle Tage, die ab dem vollbrachten Dienst von Jesus Christus folgten, gibt es keinen biblischen Rückhalt für ein zerstörtes Evangelium, welches Wiederherstellung erfordert. Simon Petrus sagte über Jesus: „Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!“ Jesus antwortete: „Du bist Petrus und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.“ (Matthäus 16,16.18) Gott erklärt auch, dass obwohl manche von der Wahrheit abwandern, „der feste Grund Gottes besteht“ (2. Timotheus 2,18-19). Diese Verse verweisen auf die beständige Natur der Kirche mit Blick auf das Evangelium. Tatsächlich wird Apostasie, der Abfall vom Glauben, in den Endzeiten auftreten (Matthäus 24,11), aber das Evangelium wird bei denen, die beharren, intakt bleiben (Matthäus 24,13-14).

Die wahre Aufgabe der heutigen Heiligen ist es, die Wahrheit des ewigwährenden Evangeliums zu verkünden (Johannes 3,16; Markus 16,15). „Halte dich an das Vorbild der heilsamen Worte, die du . . . gehört hast, im Glauben und in der Liebe in Christus Jesus“ (2. Timotheus 1,13).

(Anmerkung des Herausgebers: Viele der Verweise in unseren Artikeln über das Mormonentun sind mormonische Veröffentlichungen, wie z.B. Mormonische Lehre, Glaubensartikel, Heilslehren, Kirchengeschichte, Lehre und Bündnisse usw. Andere sind aus dem Buch Mormon selbst, z.B. Bücher wie 1. Nephi, 2. Nephi und Alma.)

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