Was sagt die Bibel über Tanzen? Dürfen Christen tanzen?



 

Frage: "Was sagt die Bibel über Tanzen? Dürfen Christen tanzen?"

Antwort:
Die Bibel gibt uns keine besonderen Instruktionen über das Tanzen. Vielleicht ist es hilfreich ein paar Beispiele von gutem und schlechtem Tanz herauszustellen und dann ein paar biblische Prinzipien zu erwähnen, um einen Standard für das Tanzen aufzubauen. 2.Mose 32,6; 19-25 ist ein enttäuschender Teil Israels Historie. Während Mose oben am Berg war, um mit Gott zu sprechen, bauten die Israeliter sich ein Götzenbild. Im Prozess der Götzenverehrung fingen sie an zu tanzen, was dazu führte, dass sie ihre Lust treiben ließen (Vers 6) und sie waren zuchtlos geworden (Vers 25). In diesem Fall führte der Tanz zu sündigem Handeln. In 2.Mose 15,20 sang und tanzte Mirjam, um den Sieg Gottes zu feiern. 2.Samuel 6,12-16 – David „tanzte mit aller Macht vor dem Herrn“, um den Rückkehr der Lade des Herrn nach Jerusalem zu feiern.

Jedes Tanzbeispiel, das nicht als Sünde bezeichnet wird, galt der Ehre von Gott. Hier sind ein paar Prinzipien, die wir beim Tanzen bedenken sollten: Prediger 3,4 – Es gibt eine passende Zeit, um zu tanzen (und somit durch Implikation auch eine nicht angebrachte Zeit zu tanzen). Psalm 149,3: 150,4 – beide Passagen erwähnen, dass wir Gott durch den Tanz loben und ehren können. 1.Korinther 6,19-20 – unsere Körper gehören Gott und sie sind ein Tempel des Heiligen Geistes. Also muss alles, was wir tun, für Gott ehrbar sein.

Der Tanz, um Aufmerksamkeit auf uns selbst oder unseren Körper zu ziehen, wäre daher Sünde. In 1.Korinther 7,1-3 schreibt der Autor: „Es ist gut für den Mann, keine Frau zu berühren.” Paulus erkannte damit den starken sexuellen Trieb von Männern, der leicht zu aktivieren ist. Deshalb können viele Tanzrichtungen außerhalb der Ehe versuchend sein, besonders für Männer. „Fliehe [wie ”weglaufen von”] die Begierden der Jugend! Jage aber nach der Gerechtigkeit, dem Glauben, der Liebe, dem Frieden mit allen, die den Herrn anrufen aus reinem Herzen.“ (2.Timotheus 2,22). Jedes Tanzen, das sündige Wünsche in uns selbst oder anderen hervorbringt, ist sündig. Matthäus 18,6 – etwas zu tun, was jemanden anderen in Sünde stolpern lässt, ist absolut unentschuldbar. So zu tanzen, dass es in jemandem anderen ein Verlangen hervorruft, fällt unter diese Kategorie. 1.Thessalonicher 5,22 – das ist ein nützliches Prinzip, wenn wir uns nicht sicher sind, ob eine Tanzsituation akzeptabel ist: „Meidet das Böse in jeder Gestalt.“ (1.Thessalonicher 5,22). Wenn es nur nach Sünde aussieht, lass es sein.

Am Ende gibt es viel Tanz, der für Gläubige nicht angebracht ist, die in ihrem Leben und mit ihren Körpern Gott ehren sollen. Dennoch befürwortet die Bibel den Tanz so, dass er andere und uns selbst nicht in Versuchung führt und Gott Ehre erweist.


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